Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft

Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft

Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft 1920 1080 Campingplatz Zur hohlen Eiche

Der Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft ist eine geologische Modellregion im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, die sich über etwa 4.880 km² erstreckt und rund ein Fünftel des Bundeslandes umfasst. Geprägt durch die letzte Eiszeit, bietet der Geopark eine beeindruckende Vielfalt an Landschaftsformen, die durch Gletscher, Schmelzwasser und andere geologische Prozesse entstanden sind.

Entstehung und Landschaftsbild

Während der Weichsel-Kaltzeit vor etwa 25.000 Jahren formten massive Gletscher die heutige Landschaft. Es entstanden markante geologische Strukturen wie Stauchendmoränen, Tunneltäler, Höhenzüge, Sölle, Kesselmoore, Oser sowie Rinnen- und Toteisseen . Diese vielfältigen Formationen sind heute noch gut erhalten und bieten einen einzigartigen Einblick in die geologische Geschichte der Region.

Geografische Ausdehnung

Der Geopark erstreckt sich von Demmin bis Feldberg und von Teterow bis Pasewalk. Zu den bedeutendsten Landschaftsbereichen zählen die Mecklenburgische Seenplatte, die Mecklenburgische Schweiz, die Vorpommersche Flusslandschaft und die Feldberger Seenlandschaft . Innerhalb des Geoparks befinden sich zudem die Helpter und Brohmer Berge.

Sehenswürdigkeiten und Geotope

Der Geopark beherbergt zahlreiche geologische und kulturelle Sehenswürdigkeiten:

Die Müritz: Mit 110 km² der größte Binnensee Deutschlands nach dem Bodensee.

Großer Stein in Altentreptow: Mit einem Volumen von 166 m³ und einem Gewicht von etwa 450 Tonnen ist er der größte Findling auf dem deutschen Festland.

Helpter Berge: Mit 179 m ü. NN die höchste Erhebung in Mecklenburg-Vorpommern.

Stavenhagen-Gatschower Os: Mit über 30 km Länge der längste Oszug des norddeutschen Vereisungsgebiets.

Eemtorf-Vorkommen von Neubrandenburg: Mitten im Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft befindet sich ein geologisches Juwel: das Eemtorf-Vorkommen von Neubrandenburg. Es handelt sich um das einzige vollständig erhaltene Profil aus der Eem-Warmzeit auf dem Festland Mecklenburg-Vorpommerns.

Kiessandtagebau Neubrandenburg/Hinterste Mühle: Ein Blick in die eiszeitliche Werkstatt der Natur! Am westlichen Stadtrand von Neubrandenburg liegt ein besonders anschauliches Zeugnis der geologischen Vergangenheit: der Kiessandtagebau Hinterste Mühle. Er ist der älteste noch aktive Kiessandabbau in Mecklenburg-Vorpommern.

Findlingsgärten: Es gibt zahlreiche Findlingsgärten wie den in Schwichtenberg. Die Findlinge liegen entlang der Eiszeitroute. Auf informativen Schautafeln und Lehrpfaden wird man mit Wissen dazu aufgefüllt.

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