Wer einen unkomplizierten Tagesausflug in der Mecklenburgischen Seenplatte sucht, wird am Torgelower See fündig. Der See liegt eingebettet in eine eiszeitlich geprägte, parkartige Landschaft mit altem Eichen- und Buchenbestand und ist Teil des gleichnamigen Landschaftsschutzgebiets. Umrahmt wird er von den Dörfern Groß Gievitz, Minenhof, Schloen und Torgelow – idealen Ausgangspunkten für die Runde.
Der Rundweg
Länge und Dauer
Die komplette Umrundung des Sees ist etwa 12 bis 13 Kilometer lang. Je nach gewählter Variante und Startpunkt schwanken die Angaben zwischen rund 11,4 und 13 Kilometern.
Für die gesamte Strecke sollte man etwa 2,5 bis 3 Stunden einplanen – bei gemütlichem Tempo mit Fotostopps und kleinen Pausen gerne auch etwas mehr.
Nennenswerte Steigungen gibt es kaum; der Höhenunterschied liegt im Bereich von 70 bis 170 Metern, verteilt auf die gesamte Strecke. Die Runde eignet sich damit gut als Feierabend- oder Tagestour und ist auch für Familien mit etwas geübteren Kindern machbar.
Beschaffenheit der Wege
Der Rundweg verläuft größtenteils auf naturbelassenen Pfaden, schmalen Sträßchen und Waldwegen – streckenweise auch auf einem schmalen Naturpfad direkt am Ufer. Wer in der nasskalten Jahreszeit unterwegs ist, etwa zum Ende des Winters, sollte mit matschigen Abschnitten rechnen, vor allem in der Nähe von Viehweiden und im Wald. Insgesamt gilt der Weg als leicht bis moderat begehbar; spezielle Trittsicherheit ist nicht erforderlich, festes Schuhwerk aber empfehlenswert.
Highlights entlang des Rundwegs
- Schloss Torgelow: Markanter Blickfang direkt am See, der das Ortsbild von Torgelow prägt.
- Liebesinsel: Im Nordteil des Sees liegen zwei kleine, mit Laubwald bewachsene Inseln – darunter die Liebesinsel, ein hübscher Blickpunkt vom Ufer aus.
- Stege und Aussichtspunkte: Mehrere Bootsstege entlang der Strecke bieten schöne Fotomotive und freie Sicht über das Wasser.
- Dorfkirche Schloen: Der hübsche Backsteinbau geht im Kern auf das 13. Jahrhundert zurück und lohnt einen kurzen Stopp.
- Alter Postweg: Ein historischer Wegabschnitt führt hinunter ans Ufer und vermittelt etwas vom alten Charme der Region.
- Wald- und Wiesenlandschaft: Abwechselnd Buchen- und Kiefernwälder, offene Wiesen und Verlandungszonen am Südufer sorgen für vielseitige Ausblicke.
Praktische Hinweise
Als Startpunkte bieten sich Groß Gievitz (z. B. an der dortigen Schule) oder Torgelow selbst an, wo es Parkmöglichkeiten gibt, unter anderem in der Nähe der ausgeschilderten Badestelle. Eine Einkehrmöglichkeit unterwegs ist ein Bio-Bauernhof mit Hofprodukten – ideal für eine Stärkung auf halber Strecke. Hunde sind auf den Wegen rund um den See willkommen.
Im Vergleich zur Feisneck-Runde ist die Torgelower Seeumrundung deutlich wilder und naturbelassener. Wanderer sollten auf lange Hosen achten. Radfahrer mit robusten Trekking- oder Mountainbikes sind hier im Vorteil.